Transnationale Literatur: Transkulturalität als Forschungsperspektive in den Literaturwissenschaften
Résumé
Das Konzept der Transkulturalität dient der Beschreibung dynamischer Prozesse und kultureller Produkte, die sich nicht nach den Kriterien monokultureller Rezeptionstraditionen erfassen lassen. Beim Studium literarischer und filmischer Werke, die im Kontext kultureller und sprachlicher Kontakte und Mischprozesse entstehen, erweisen sich kulturwissenschaftliche Ansätze als hilfreich zur präzisen Untersuchung spezifischer ästhetischer Verfahren und charakteristischer Produktions- und Rezeptionssituationen. Dies lässt sich anhand einer Reihe von „cultural turns“ zeigen, die sich in den vergangenen Jahren in der Germanistik und Komparatistik vollzogen haben und in deren Folge neuere transkulturelle Tendenzen sichtbar gemacht wurden. Zur Einschätzung neuerer literarischer und filmischer Ausdrucksformen innerhalb unserer aktuellen „postmigrantischen“ Gesellschaften, die durch Globalisierung und Diversität geprägt sind, bietet sich eine vergleichende Perspektive an. Diese ermöglicht es, typische Entwicklungen zu erkennen und gemeinsame Beschreibungskategorien jenseits der herkömmlichen ‚nationalen‘ Klassifizierungs- und Kanonisierungsmodelle zu definieren. In meinem Vortrag werden einige dieser Ansätze und Methoden vorgestellt und in Bezug auf die verwendete Terminologie betrachtet und zur Diskussion gestellt.
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